Die
Dodekanes (griechisch sächliche Mehrzahl ta Dodekánissa - Zwölfinseln, auch gelehrt weibliche Einzahl, nach
dem Dutzend Hauptinseln) oder auch südliche Sporaden
sind eine griechische Inselgruppe des Mittelmeers in der östlichen Ägäis
mit rund 160 Inseln und kleinen Eilanden. Von 1912 bis in
die Zeit des Zweiten Weltkriegs waren die Inseln der Dodekanes
eine italienische Kolonie. Der Verwaltungssitz der Dodekanes
ist Rhodos.
Die Geschichte Griechenlands reicht mehr
als 4000 Jahre zurück. Die Bewohner des Festlandes,
die Hellenen, rüsteten umfangreiche See- und Militärexpeditionen
aus und erforschten das Mittelmeer und das Schwarze Meer,
bis zum Atlantik und dem Kaukasusgebirge.
Eine dieser Expeditionen, die Belagerung von Troja, wird
in dem ersten größten europäischen Werk, Homers Ilias, beschrieben. Im gesamten Mittelmeerraum,
in Kleinasien und an der nordafrikanischen Küste wurden
infolge der Reisen zur Erschließung neuer Märkte
zahlreiche griechische Siedlungen gegründet. Während
der klassischen Periode (5 Jh v. Chr.) bestand Griechenland
aus Stadtstaaten; der größte war Athen gefolgt
von Sparta und Theben. Ein entschiedener Geist von Unabhängigkeit
und Freiheitsliebe verhalf den Griechen zum Sieg über
die Perser, in Schlachten, die in die Weltgeschichte eingegangen
sind: Marathon, Thermopylen, Salamis und Platäa.
In der zweiten Hälfte des 4. Jh.v.Chr.
eroberten die Griechen, angeführt von Alexander dem
Großen, den größten Teil der damals bekannten
Welt und suchten ihn zu hellenisieren.
Das byzantinische Reich fiel 1453 an die Türken, und die Griechen bleiben fast 400 Jahre lang
unter der ottomanischen Herrschaft. Während dieser Zeit
bewahrten sie ihre Sprache, ihre Religion und ihre nationale
Identität. Am 25 März 1821 erhoben sich die Griechen gegen die Türken
und erkämpften bis 1828 ihre Unabhängigkeit.
Da der neue Staat nur einen winzigen Teil des Landes
umfaßte,
ging der Kampf für die Befreiung aller von Griechen
bewohnten Gebiete weiter. 1864 kammen die Ionischen
Inseln zu Griechenland zurück, 1881 Teile von Epirus und Thessalien.
Kreta, die Ostägäis und Makedonien kamen 1913 hinzu
und West-Thrakien 1919. Nach dem II. Weltkrieg wurden
auch
die Dodekanes-Inseln 1948 an Griechenland zurückgegeben.
Während des II. Weltkrieges besiegte
Griechenland die Italiener, fiel aber trotz heftigen Widerstandes
unter die Besatzung der deutschen Wehrmacht. Im Anschluß daran
organisierte sich die Resistance. Der anschließende
Bürgerkrieg verlangte Griechenland weitere Opfer ab.
Seit dem Fall der Militärdiktatur (1967-1974) und der Abschaffung der Monarchie (1975) ist Griechenland eine parlamentarische
Präsidialdemokratie.
Griechenland wurde 1952 Mitglied der NATO und 1981 Mitglied
der EG. 1992 ist Griechenland der EU beigetreten. Griechenland
ist ferner Mitglied der UN und des IWF, der OSZE, der OECD,
des Europarates und anderer westlicher Institutionen. Die
westeuropäische Orientierung des Landes wurde durch
die Ratifizierung des Vertrages von Maastrich, mit 270 der
300 Stimmen, im griechischen Parlament bestätigt. (textlicher Auszug von der griechischen Botschaft in Berlin)
Die Dodekanes zählt noch heute als
beliebtestes Ziel im Mittelmeer für Urlauber und Segler,
aber auch für Geologen, Naturliebhaber und Forscher
aller Art. Jede einzelne Insel der Dodekanes repräsentiert
noch heute ihre Geschichte und eine jede ist auf ihre Weise
eine eigene Erfahrung. Alle sind sie typisch griechisch...
und trotzdem gleicht keine Insel der anderen. So vielfältig
und spannend wie die Geschichte der Dodekanes, so vielfältig
und spannend sind auch die Inseln. Nisyros, Patmos oder Tilos beispielsweise,
entpuppen sich gar als wahres Freilichtmuseum! Aber auch Rhodos,
die mit über 3'000 Sonnenstunden im Jahr zu
den sonnigsten Regionen Europas zählt, hat einiges an Geschichte
zu bieten und macht jeden Urlaub zu einem Erlebnis!