Die Dodekanes - südöstliche Ägäis von Griechenland

 
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Kos - eine Insel der Dodekanes
 


 

Die Ansichten
über die Geburt der Aphrodite sind zweigeteilt. Manche sagten, dass sie dem weissen Schaum entstieg, der sich bildete, als Kronos die Genitalien des Uranos ins Meer warf, andere wiederum meinten, dass sie eine Tochter des Zeus und der Dione sei. Alle jedoch verehrten und achteten die wunderschöne Göttin. Ihre Macht war es, welche die Liebe unter den Sterblichen wie unter den Göttern verbreitete.

Obwohl sie Gemahlin des Hephaistos war, hatte sie Liebschaften mit Ares und anderen Göttern. Aus ihrer Vereinigung mit Poseidon entsprang Eryx, der später König auf Sizilien wurde; Rhodos soll ebenfalls eine Tochter dieses Paares gewesen sein.

Auch in Dionysos verliebte sich die Göttin, mit dem sie sich, ohne Zeit zu verlieren, vereinte. Als jedoch der Gott einst im fernen Indien weilte, verband sich die Göttin mit Adonis, einem für seine Schönheit bekannten Jüngling. Bei der Rückkehr des Dionysos war Aphrodite bereits schwanger, wobei unklar war, ob von Dionysos oder von Adonis. In ihrem Hass, den Hera gegen Aphrodite und Dionysos hegte, da beide aussereheliche Kinder ihres Gemahls waren, liess sie die Liebesgöttin einen ungewöhnlich hässlichen Jungen zur Welt bringen. Es war Priapos, der schamlose Gott der Fruchtbarkeit, der sich später dem Gefolge des Dionysos anschloss.
Wie alle Götter benutzte auch Aphrodite ihre Macht zum Guten und zum Bösen. Alle, die sie nicht ehrten, wurden hart von ihr bestraft. Eos, die Göttin der Morgenröte, die sie einst mit Ares im Bett fand, bestrafte sie mit beständiger Begierde nach jungen Sterblichen. Und an Tyndareos, dem König von Sparta, der sie nicht gebührend achtete, rächte sie sich, indem sie dafür sorgte, dass seine Töchter Helena und Klytaimnestra einen sehr schlechten Ruf hatten, weil sie ihre Ehemänner betrogen.
Selemnos hingegen, einen hübschen Jüngling, der sich in die Nymphe Argyra verliebt hatte, dann aber von ihr verlassen wurde, befreite die Göttin von seinem Kummer, indem sie ihn in einen Fluss verwandelte. Doch auch als Fluss quälte ihn weiter seine Liebe zu Argyra. Deshalb schenkt ihm die Göttin die Gabe des Vergessens, und seither werden alle, die in dem Fluss baden, von Liebesleiden geheilt.

Eines der Lieblingsspiele der Göttin war es, ihren Vater zu zwingen, auf die Erde hinabzusteigen und sich mit Sterblichen zu vereinen, was natürlich immer den Zorn der Hera nach sich zog. Um seine Tochter zu bändigen, zahlte Zeus es ihr mit gleicher Münze heim. Er erweckte in ihr die Leidenschaft zu einem Sterblichen, dem schönen Anchises aus Troja. In der Gestalt einer Sterblichen gelang es Aphrodite, mit ihm das Lager zu teilen, und wenige Monate später brachte sie Aineias zur Welt, einen der grössten Helden des Trojanischen Krieges.

 

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