Wie
alle Götter benutzte auch Aphrodite ihre Macht zum Guten
und zum Bösen. Alle, die sie nicht ehrten, wurden hart
von ihr bestraft. Eos, die Göttin der
Morgenröte, die sie einst mit Ares im
Bett fand, bestrafte sie mit beständiger Begierde nach
jungen Sterblichen. Und an Tyndareos, dem
König von Sparta, der sie nicht gebührend achtete,
rächte sie sich, indem sie dafür sorgte, dass seine
Töchter Helena und Klytaimnestra einen
sehr schlechten Ruf hatten, weil sie ihre Ehemänner
betrogen.
Selemnos hingegen, einen hübschen Jüngling,
der sich in die Nymphe Argyra verliebt hatte, dann aber von ihr
verlassen wurde, befreite die Göttin von seinem Kummer,
indem sie ihn in einen Fluss verwandelte. Doch auch als Fluss
quälte ihn weiter seine Liebe zu Argyra.
Deshalb schenkt ihm die Göttin die Gabe des Vergessens,
und seither werden alle, die in dem Fluss baden, von Liebesleiden
geheilt.
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