Die Dodekanes - südöstliche Ägäis von Griechenland

 
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Kos - eine Insel der Dodekanes
 


 

Artemis
die auch ein Kind des Zeus und der Leto war, wurde auf Delos am selben Tag wie ihr Bruder Apollon geboren. Als sie noch klein war, bat sie ihren Vater, dass er sie keinem Mann zur Frau geben möge. Und so verbrachte sie die meiste Zeit in den Bergen und Wäldern, wo sie wilde Tiere jagte oder deren Junge beschützte. Deshalb wird sie von Homer auch als Wanderin in den Bergen und als Schützin mit dem goldenen Bogen beschrieben. Bei der Jagd leisteten ihr die Nymphen Gesellschaft, und auf dem Olymp tanzte sie zusammen mit den Musen und den Chariten.Die wunderschöne Göttin war besonders milde und fürsorglich zu allen reinherzigen Jünglingen und allen unverheirateten Mädchen. Als Pandareos von Zeus getötet wurde, weil er einen goldenen Hund, ein Werk des Hephaistos, aus einem Tempel des Gottes gestohlen hatte, sorgte Artemis zusammen mit Aphrodite und Athena für seine elternlosen Töchter.

Anderseits konnte sie aber sehr hart und unnachgiebig sein. Aktaion, Sohn des Aristaios und der Autonoë, der sie nackt beim Bade sah, wurde von ihr unbarmherzig bestraft. Sie verwandelte ihn in ein Reh und liess dieses von fünfzig wilden Hunden zerreissen. Auch Niobe, die Gemahlin des Königs von Theben, Amphion, lernte die Rache Artemis und des Apollon kennen. Stolz auf ihre vierzehn Kinder, sieben Söhne und sieben Töchter, rühmte sich Niobe einst, dass sie eine bessere Mutter als Leto sei, die nur zwei Kinder habe. Kaum hatten sie von dieser beleidigenden Bemerkung über ihre Mutter erfahren, tötete Artemis sechs Töchter der Niobe und Apollon die gleiche Anzahl ihrer Söhne.

Vieles wird erzählt über die Listen, welche die Göttin anwandte, um ihren Liebestollen Bedrängern zu entgehen. Einst verliebte sich der Fluss Alpheios in die Göttin und beschloss, sie während eines nächtlichen Festes zu überraschen, das Artemis mit ihren Gespielinnen in der Gegend feiern wollte. Die Göttin jedoch, die von seinen Absichten erfahren hatte, traf ihre Vorkehrungen. Sie selbst und all ihre Freundinnen, die zu dem Fest kamen, hatten sich das Gesicht mit einer dicken Lehmschicht bedeckt, so das Alpheios nicht herausfinden konnte, welches der Mädchen denn nun Artemis war und unverrichteter Dinge von dannen zog.

Nur in Hera fand die unbändige Zeustochter ihre Meisterin. Im Trojanischen Krieg unterstützte Artemis die Troer und stellte sich in voller Bewaffnung vor Hera auf, die den Griechen beistand. Entzürnt schleuderte Hera Bogen und Köcher der Jagdgöttin fort und zwang die sonst furchtlose Artemis, mit Tränen in den Augen das Schlachtfeld zu verlassen.

Herkunft von Artemis
Der Kult der Artemis, deren Name nicht aus dem Griechischen hergeleitet werden kann, scheint von Kleinasien aus nach Griechenland gekommen zu sein. Als Göttin der Berge und Beschützerin der Tierjungen nahm sie die Stelle der achaiischen potnia Theron ein, die als Gebieterin der wilden Tiere verehrt wurde. Artemis wurde auch mit Selene und anderen Mondgottheiten wie Rhea, Kybele und Hkate gleichgesetzt; ferner war sie das weibliche Gegenstück zu Apollon, der auch als Sonnengott angebetet wurde. Schliesslich beschützte die Göttin die Gebärenden sowie in weiterem Sinne auch die Mütter und die heranwachsenden Kinder.

 

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