Die Dodekanes - südöstliche Ägäis von Griechenland

 
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Dora & Andreas
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Kos - eine Insel der Dodekanes


 

Der einzige der olympischen Götter
dessen Körper missgestaltet war, war Hephaistos, ein Sohn des Zeus und der Hera. Er wurde mit einem hinkenden Bein geboren, und seine Mutter warf ihn voller Wut über diese Schande ins Meer. Aber zum Glück nahmen sich zwei Meeresgöttinnen, die Nereide Thetis und die Okeanide Eurynome, seiner an. Und so wuchs der Gott in der Grotte des Nereus auf, wo er schöne und nützliche Dinge schmiedete, um den Meeresgottheiten für ihre Freundlichkeit zu danken.

Eines Tages aber mochte er nicht mehr länger in den Tiefen des Meeres leben, und beschloss, nicht allein auf dem Olymp zu wohnen, sondern sich auch an seiner Mutter zu rächen. Zu diesem Zweck schmiedete er einen herrlichen Thron aus Gold, den er mit unsichtbaren Fangnetzen umgab und Hera als Geschenk sandte.

Diese freute sich über die Gabe ihres Sohnes, doch als sie sich auf den Thron setzt, fand sie sich in den Netzen verfangen. Nach vielen Beratungen der Götter und eines missglückten Versuch des Ares, Hephaistos zu versöhnen, übernahm Dionysos die Schlichtung des Streits. Er suchte seinen Bruder auf, machte ihn trunken und führte ihn im Triumph auf den Olymp. Dort versöhnte er sich mit seiner Mutter, die ihm als Wiedergutmachung Aphrodite zur Frau gab. Es gibt jedoch einen anderen Mythos, der besagt, dass er Aglaia, die jüngste der drei Chariten heiratete.

Wieder andere sagen, dass der Gott nicht schon von Geburt an behindert war, sondern dass einst, als Zeus mit Hera miteinander stritten, Hephaistos herbeilief, um seiner Mutter beizustehen. Da packte ihn Zeus am Bein und schleuderte ihn auf die Erde. Einen ganzen Tag lang fiel er und landete schliesslich auf Lemnos, wo ihn die dort lebenden Sintier pflegten, doch blieb ihm ein hinkendes Bein. Lemnos wurde seine Geliebte Insel und er richtete sich dort seine Schmiede ein.

Hephaistos besass viele Talente.
Er war Maurer und Architekt, Gold- und Bronzeschmid, stellte Waffen her und erfand Maschinen. Er war es, der die herrlichen Paläste der Götter auf dem Olymp erbaute. Auch hatte er zwei goldene Mädchen konstruiert, die ihn stützten, da ja seine Beine sehr schwach waren. Ferner einen Giganten aus Bronze, den er Talos nannte und dem Minos schenkte. Talos umschritt die Insel Kreta dreimal täglich, und jeden Feind, den er zu fassen bekam, tötete er, indem er ihn an seine glühende Bronzebrust drückte. Für Alkinoos, den König der Phaiaken, schuf er unsterbliche Hunde aus Silber und Gold, die den Eingang des Palastes bewachen sollten. Um Helios, der ihm während des Gigantenkampfes geholfen hatte, seinen Dank zu erweisen, fertigte er unzählige herrliche Werke für den Palast des Heliossohnes Aiëtes in Kolchis.

Besonders bewundernswürdig waren vier Brunnen, die er schuf und aus denen Milch, Wein, Duftwasser und, je nach Jahreszeit, warmes oder kaltes Wasser floss. Es entstanden aber noch viele andere hervorragende Werke unter den Händen des Hephaistos, von denen die Rüstungen der grossen Helden Herakles und Achilles die berühmtesten sind.

Der Kult des Hephaistos
Hephaistos war der Gott, der das Feuer symbolisierte. Die alten Einwohner von Lemnos glaubten, dass die vulkanischen Feuer, die sie aus dem Berg Mosychlos schiessen sahen, von der unterirdischen Schmiede des Hephaistos herrührten. Gegen Ende des 6. Jhs. v. Chr. verbreitete sich der Kult des Gottes von Lemnos aus bis nach Athen, wo er zusammen mit Athena zum Schutzgott der Schmiede wurde. Im 5. Jh. v. Chr. errichteten die Athener einen prachtvollen Tempel in der Agora, um diese beiden Götter zu ehren. Heute wird dieser Tempel fälschlicherweise als Theseion bezeichnet.


 

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