Die Dodekanes - südöstliche Ägäis von Griechenland

 
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Dodekanes
Nisyros
Kos - eine Insel der Dodekanes
 
  © Andreas Brüderlin
             2004 - 2008
 
 
  

Die Dodekanes ist eine sehr geschichtsträchtige Gegend und die Spuren davon sind heute noch vielerorts unveränderte Touristen-Attraktionen. Einen kurzen Überblick über die Geschichte von Kos möchte ich dir hier gerne vermitteln:

ca. 3500 v.Chr.
Erste nachgewiesene Siedlungspuren auf Kos und den Nachbarinseln.
1600 v.Chr.
Kretische
Minoer gründen auf Kos eine
Kolonie mit Hafen.
1200 v.Chr.
Kos und einige Nachbarinseln nehmen nach Homer mit 30 Schiffen am Trojanischen Krieg teil.
ca. 1100 v.Chr.
Die Dorer besiedeln vom
Peloponnes aus Kos und seine Nachbarinseln.
529 v.Chr.
Kos wird dem
persischen Machtbereich einverleibt.
477 v.Chr.
Kos tritt dem attisch-delischen Seebund bei und gerät unter den Einfluss Athens.
460 v.Chr.
Der berühmte Arzt Hippokrates wird auf Kos geboren. Wenig später wird das Asklepieion errichtet, das sich rasch zu einem berühmten Heil- und Kurzentrum entwickelt.
431-404 v.Chr.
Peloponnischer
Krieg mit wechselnden Bündnispartnern.
366 v.Chr.
Gründung der neuen Inselhauptstadt an der Stelle des heutigen Kos-Stadt.
336-323 v.Chr.
Herrschaft Alexanders des Grossen und damit Eingliederung ins Makedonische Reich.
332-82 v.Chr.
Hellenische Zeit. Kos wird zeitweilig von den Ptolemäern in Ägypten regiert.
200-197 v.Chr.
Kos muss im
zweiten makedonischen Krieg schwere Niederlagen hinnehmen und bemüht sich um eine Annäherung an Rom.
82 v.Chr.
Kos wird Teil des römischen Reiches.
1. Jh.
Missionsreisen des Apostels Paulus führen nach Kos, das
Christentum findet erste Anhänger. Verfolgung der Christen durch den römischen Staat.
313
Durch das Toleranzedikt Kaiser Konstantins werden die Christen vor weiterer Verfolgung geschützt.
395
Bei der Teilung des Römischen Reiches fällt Kos an Ostrom, das spätere Byzantinische Reich mit Konstantinopel als Hauptstadt.
554
Ein starkes Erdbeben richtet schwere Verwüstungen auf Kos an, unter anderem wird das Aklepieion zerstört.
612
Sarazenen
plündern die Insel.
8. - 9. Jh.
Kos leidet unter immer wiederkehrenden
Überfällen durch fremde Seemächte und Piraten.
1054
Offizielle
Trennung der römisch-katholischen Kirche von der orthodoxen Glaubensgemeinschaft.
1204
Die Venezianer erobern Konstantinopel und schwingen sich damit zu den Herrschern über Kos auf.
1304
Nach der
Rückeroberung durch Byzanz im Jahre 1262 muss das geschwächte Byzantinische Reich Kos an die Genueser abtreten.
1309
Die
Genueser verkaufen Kos und die Nachbarinseln an den Ritterorden der Johanniter, nachdem diese Rhodos erobert hatten.
1457
Erste Landung türkischer Truppen auf Kos.
1523
Nach zahlreichen Kämpfen und Belagerungen fällt die gesamte Insel endgültig ins Osmanische Reich.
1821
Ausbruch der griechischen Erhebung gegen die türkische Herrschaft. Die Inseln des Dodekanes verbleiben zunächst im Osmanischen Reich.
1912
Italienische Truppen
landen auf Kos und vertreiben die letzten türkischen Soldaten. Nur rein formell bleibt die Insel Teil der Türkey.

1923
Mit dem Vertrag von Lausanne wird Kos offiziell Teil des italienischen Staates. Léros wird unter den Faschisten zum wichtigsten Kriegshafen der Italiener im östlichen Mittelmeer ausgebaut. Die Italiener errichten zahlreiche Bauten in Kos-Stadt.
1933
Ein schweres Erdbeben zerstört grosse Teile der Hauptstadt.
1943
Deutsche Truppen besetzen Kos und die Nachbarinseln. Vermeintliche griechische Widerstandskämpfer werden ermordet. Die Juden von Kos werden in Konzentrationslager abtransportiert und ebenfalls grausam ermordet.
Terror und Hunger beherrschen die Insel.
1945
Am 9. Mai wird die Insel den Engländern übergeben.
1948
Am 7. März werden alle Inseln des Dodekanes und damit auch Kos Teil Griechenlands.
1967 - 1974
Während der Zeit der Militärdiktatur dient Léros als Gefangeninsel, auf der tausende politische Gefangene unter furchtbaren Umständen eingesperrt sind.
1981
Griechenland wird gleichberechtigtes Mitglied der Europäischen Gemeinschaft. Regierung der sozialistischen PASOK und Andréas Papandréou.
1989
Wahlsieg der Konservativen unter Konstantinos Mitsotãkis.
1993
Erneut übernimmt die sozialistische PASOK bei Neuwahlen die Macht.
1996
Kostás Simítis wird Ministerpräsident des Landes.
2000
Die griechische Regierung verstärkt ihre wirtschaftlichen Anstrengungen, die Maastricht-Kriterien zu erfüllen. Der Beitritt zur Europäischen Währungsunion wird am 1. Januar 2001 vollzogen.

 

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