Die Dodekanes - südöstliche Ägäis von Griechenland

 
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Nisyros
Kos - eine Insel der Dodekanes
 
© Andreas Brüderlin
    2004 - 2008
 


 

Poseidon
der ehrwürdige Bruder des Zeus, war es, der mit seinem Dreizack das Meer aufwühlte und es dann auch wieder besänftigte zur Freude der Seeleute, die die Meere befuhren. Die Alten glaubten, dass Poseidon für eine Reihe geologischer Phänomene verantwortlich sei, darunter auch die Erdbeben. Darum erbaten sie seinen Beistand für die Festigkeit des Bodens und die Sicherheit ihrer Bauten.

Wie alle olympischen Götter so hatte auch Poseidon einen Palast auf dem Gipfel des heiligen Berges Olymp. Sein eigentliches Königreich aber befand sich in der Tiefe des Meeres, wo er einen zweiten Palast besass, der aus glänzendem Gold gebaut war. Dort verbrauchte er seine Tage und Nächte zusammen mit seiner Gemahlin Amphitrite, eine der fünfzig wunderschönen Töchter des Nereus.

Als Gott des Meeres fuhr Poseidon auf seinem goldenen Wagen über die Wellen, aus denen sich spielende Delphine erhoben. Dem Beispiel des Zeus folgend, verband sich Poseidon mit vielen Göttinnen und schönen Sterblichen. Der Überlieferung nach wuchs der Gott auf Rhodos auf, wo auch die Telchinen lebten, die Söhne des Meeres und sehr geschickte Handwerker und Erfinder waren. Die erste Liebe war die Schwester der Telchinen, Halia, die ihm nicht nur sechs Söhne, sondern auch eine Tochter namens Rhode gebar, die der Insel ihren Namen gab.

Unter den zahlreichen Kindern des Poseidon waren grosse Helden wie Theseus, aber auch grausame Könige und Banditen wie Prokrustes und Skiron, die in Attika ihr Unwesen trieben. Viele sagen, dass aus der Vereinigung des Poseidon mit Iphimedeia, einer Tochter des Königs von Thessalien, die schönen Zwillingsgiganten Otos und Ephialtes entsprangen, die einst schworen, dass sie sich in Liebe mit den beiden grossen Göttinnen Artemis und Hera vereinigen würden. Um sie für diesen Hochmut zu strafen, lockte sie Artemis nach Naxos. Dort verwandelte sie sich in ein Reh, doch als sie ihre Speere warfen, verschwand das Tier und die beiden Brüder töteten einer den anderen.


Mit Elera, einer Tochter des Orchomenos, zeugte Poseidon den Riesen Tityos, der Leto zu vergewaltigen versuchte und von Zeus oder Apollon getötet wurde. Als ein weiterer Sohn des Poseidon, den ihm Euryale, Tochter des Minos, gebar, wird schliesslich auch der Riese Orion angesehen. Er war nicht nur von grosser Schönheit und ein begnadeter Jäger, sondern besass auch die Fähigkeit, auf dem Wasser zu gehen. Nach seinem Tod durch den Biss eines Skorpions verwandelte ihn Zeus in ein Sternbild mit dem Skorpion zu seinen Füssen, damit sich die Menschen immer daran erinnerten, wie er zu Tode gekommen war.

Meeresdämonen
Im Königreich des Poseidon lebten auch zahlreiche Meeresdämonen. Zu den bedeutensten zählen Proteus, Triton und Glaukos, die von einigen als Kinder des Poseidon und der Amphitrite angesehen werden. Proteus besass die Gabe, sich in jedes beliebige Tier zu verwandeln, ja selbst in Naturelemente wie die Luft oder das Feuer. Triton, der halb Mensch und halb Fisch war, sorgte für die Pferde und den Wagen seines Vaters, erfüllte mit seinem Muschelgebläse das Meer mit wundervoller Musik und vergnügte sich mit seinen Gespielinnen, den Nereiden. Was Glaukos betrifft, so stellten sich die Seeleute vor, dass sein Körper mit Algen und Muscheln bedeckt sei und dass er wahrsagerische Kräfte besitze.

 

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